Camping am Weserradweg: Mit Zelt am Weserradweg: Planung, Plätze und Stellplätze und die richtige Ausrüstung.
Morgens Vogelgezwitscher statt Hotelfrühstück, abends Sonnenuntergang am Fluss statt Pensionszimmer: Camping macht eine Radreise zum Abenteuer und spart dabei Geld.
Der Weserradweg ist für Camper gut aufgestellt. In vielen Etappenorten gibt es Campingplätze, einige direkt am Fluss mit Blick auf die Weser. Hier findest du einen Überblick von Hann. Münden bis Cuxhaven, dazu Tipps zu Ausrüstung, Buchung und Wildcampen.
Öffnungszeiten und Preise ändern sich. Bitte direkt beim Campingplatz bestätigen.
Weserradweg Camping auf einen Blick
- Preise: etwa 10 bis 20 € pro Nacht für eine Person mit Zelt und Rad, in Städten und an der Küste mehr
- Saison: die meisten Plätze etwa von April oder Mai bis Oktober
- Wildcampen: grundsätzlich nicht erlaubt, nutze offizielle Plätze
- E-Bike laden: beim Check-in nach einer Steckdose fragen
- Buchung: unter der Woche meist spontan möglich, an Wochenenden in der Hochsaison vorher anfragen
Campingplätze im Weserbergland
Hann. Münden
Am Startpunkt gibt es Campingmöglichkeiten nahe am Zusammenfluss von Werra und Fulda. Die Lage am Wasser ist ein schöner Einstieg in die Tour. Die Tourist-Information nennt dir die aktuellen Plätze.
Tipp: Komm früh am Nachmittag an, dann bekommst du die schönsten Plätze am Fluss.
Oberwesertal: Gieselwerder und Umgebung
In den Dörfern im Oberwesertal gibt es kleine Campingplätze, ruhig, persönlich und oft familiengeführt, nah am Radweg. Preislich liegen sie meist im günstigen Bereich.
Bad Karlshafen
Die Barockstadt hat einen Campingplatz am Weserufer, gut angebunden an die Innenstadt mit Hafen und Weser-Therme.
Godelheim bei Höxter
Die Freizeitanlage Godelheim liegt direkt am Radweg mit Badeseen und Stellplatzangebot. Im Sommer ein schöner Ort für eine Nacht mit Abendbad.
Holzminden und Bodenwerder
Bei Holzminden und in Bodenwerder gibt es Campingplätze an der Weser. In Bodenwerder liegt die Münchhausenstadt gleich nebenan, ideal für Familien.
Hameln
Hameln hat einen Campingplatz in Weser-Nähe, vom Radweg gut erreichbar. Zur Altstadt fährst du in wenigen Minuten. An Sommerwochenenden ist er gut belegt, komm früh.
Rinteln: Doktorsee
Am Doktorsee in Rinteln liegt ein großer Campingplatz direkt am Badesee mit Sandstrand. Nach einem warmen Radtag ist das einer der schönsten Plätze im Weserbergland.
Bad Oeynhausen und Porta Westfalica
Der Campingplatz Großer Weserbogen liegt bei Bad Oeynhausen am Fluss. Die kleine Fähre „Amanda“ verbindet ihn mit Bad Oeynhausen.
Campingplätze an der Mittelweser
Minden
In und um Minden gibt es Campingmöglichkeiten nahe der Weser. Zur Innenstadt mit Dom und Wasserstraßenkreuz ist es nicht weit.
Stolzenau und Nienburg
In der flachen Weseraue gibt es mehrere ruhige Plätze. In Nienburg liegt ein Campingplatz an der Weser, dazu ein schöner Wohnmobilstellplatz mit Blick auf die Altstadt.
Hoya
In der Gegend um Hoya findest du kleine Plätze mit wenig Trubel, perfekt, wenn du Ruhe suchst.
Dörverden: Wolfcenter
Eine besondere Alternative: Im Wolfcenter Dörverden kannst du in Tipis und Baumhäusern übernachten, mit Wölfen als Nachbarn.
Verden
In und um die Domstadt gibt es Campingmöglichkeiten, ein guter Zwischenstopp vor Bremen.
Campingplätze von Bremen bis Cuxhaven
Bremen
Am Stadtwaldsee im Norden Bremens liegt ein Campingplatz. Stadtcamping ist eine besondere Erfahrung: abends in die Innenstadt, morgens zurück zum Zelt. Der Weg ins Zentrum dauert mit dem Rad etwas, durch den Bürgerpark ist er aber schön. In Städten sind die Preise höher.
Harriersand
Auf der Flussinsel Harriersand vor Brake gibt es einen Campingplatz. Du erreichst die Insel im Sommer mit der Personenfähre ab Brake. Eine Nacht auf der Insel ist ein Erlebnis.
Butjadingen
Wer von Nordenham einen Abstecher auf die Halbinsel Butjadingen macht, findet dort Campingplätze direkt an der Nordsee.
Bremerhaven
Rund um Bremerhaven gibt es Camping- und Wohnmobilplätze, teils mit Anbindung an das Hafengebiet.
Cuxhaven: Camping am Meer
Am Ziel hat Cuxhaven mehrere Campingplätze, zum Beispiel den Platz Bernhardus hinter dem Deich in Sahlenburg. Die letzte Nacht mit Meeresrauschen ist ein schöner Abschluss. Strandnähe kostet, in der Hochsaison solltest du früh buchen, denn auch viele Nordseeurlauber wollen hierher.
Camping-Ausrüstung für die Radreise
Beim Camping mit dem Rad muss alles leicht, kompakt und robust sein.
Grundausstattung:
- Zelt: möglichst leicht, ein Zwei-Personen-Zelt bietet auch allein Platz für Gepäck
- Schlafsack: für den Sommer mit Komfortbereich um 5 bis 15 °C, möglichst leicht
- Isomatte: aufblasbare Matten sind bequemer und kleiner als Schaumstoff
- Kocher: ein kleiner Gaskocher für Kaffee am Morgen und einfache Mahlzeiten
- Geschirr: Tasse, Teller, Besteck aus leichtem Material
- Mikrofaser-Handtuch: trocknet schnell, braucht kaum Platz
- Stirnlampe: unverzichtbar für den Weg zum Sanitärgebäude
- Ersatz-Heringe: gehen gern verloren
Gewicht: Plane für Zelt, Schlafsack und Matte zusammen möglichst nicht mehr als vier bis fünf Kilogramm ein.
Tipp: Wer Camping und Hotel mischt, nimmt nur das Nötigste mit und schläft in den größeren Städten im Bett. Mehr in der Packliste.
Wildcampen am Weserradweg
Kurze Antwort: grundsätzlich nicht erlaubt.
In Deutschland ist Zelten in der freien Landschaft ohne Erlaubnis in der Regel verboten. Die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland, in Schutzgebieten ist es überall untersagt. Auf Privatgrund brauchst du die Erlaubnis des Eigentümers. Verstöße können ein Bußgeld kosten.
Unser Rat: Nutze die Campingplätze an der Route. Sie sind meist günstig, gut ausgestattet und liegen oft an den schönsten Stellen am Fluss.
Buchungstipps und Hochsaison
Unter der Woche: meist ohne Voranmeldung, einfach ankommen und fragen.
Wochenenden von Mai bis September: An langen Wochenenden und in den Schulferien können beliebte Plätze voll sein, etwa in Hameln, Rinteln und Cuxhaven. Kurz anrufen hilft.
Hochsaison im Juli und August: An der Küste besonders früh buchen.
Was du bei der Ankunft fragen solltest:
- Gibt es eine Steckdose zum E-Bike-Laden, eventuell gegen kleinen Aufpreis?
- Gibt es einen überdachten oder abschließbaren Platz für die Räder?
- Wann schließen die Sanitäranlagen?
- Gibt es WLAN?
- Ist ein kleiner Platz direkt am Wasser frei?
Tipp: Viele Betreiber mögen Radfahrer, sie kommen früh, sind leise und brauchen wenig Platz. Wer freundlich fragt, bekommt oft einen besonders schönen Platz.
Häufige Fragen: Camping am Weserradweg
Was kostet Camping am Weserradweg? Für eine Person mit Zelt und Rad meist 10 bis 20 Euro pro Nacht. In Bremen und an der Küste etwas mehr. Radfahrer zahlen oft weniger als Camper mit Auto.
Kaufen oder leihen? Für eine längere Tour lohnt sich meist eigene Ausrüstung. Outdoor-Verleihe vermieten aber auch Zelte und Schlafsäcke, wenn du es erst einmal testen willst.
Kann ich auf dem Campingplatz kochen? Ja. Mit eigenem Kocher bist du flexibel, manche Plätze haben auch Gemeinschaftsküchen oder Grillstellen.
Gibt es Plätze mit besonderen Angeboten für Radfahrer? Ja, manche haben Reparaturstationen, Lademöglichkeiten oder eigene Wiesen für Radfahrer. Frag bei der Buchung danach.
Wo campe ich am schönsten? Am Doktorsee in Rinteln, an den Godelheimer Seen, auf Harriersand und am Ende in Cuxhaven-Sahlenburg, nur einen Deich vom Wattenmeer entfernt.
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Quellen
- Wikivoyage: Porta Westfalica (Fähre zum Campingplatz Großer Weserbogen) (Porta Westfalica)
- TourismusMarketing Niedersachsen: Wolfcenter Dörverden (Wolfcenter)
- Deutsche Märchenstraße: Bodenwerder, Hoya (Bodenwerder, Hoya)
- promobil: Stellplatz Freizeitanlage Höxter-Godelheim (Stellplatz Godelheim)
