Weserradweg Etappe 1a: Vom Weserstein in Hann. Münden durch das Oberwesertal nach Bad Karlshafen: rund 43 km mit Kloster Bursfelde, Gierseilfähren und der Hugenottenstadt als Ziel.
Hier beginnt alles. Am Weserstein in Hann. Münden, wo sich Werra und Fulda vereinen und zur Weser werden, startet der Weserradweg und damit dein Weg bis zur Nordsee nach Cuxhaven. Rund 520 Kilometer liegen vor dir. Die erste Etappe zeigt dir gleich, warum so viele Radreisende vom Oberwesertal schwärmen: ein enges, bewaldetes Tal, kaum Verkehr, kleine Dörfer und ein Fluss, der hier noch jung und schnell ist.
Der Abschnitt von Hann. Münden nach Bad Karlshafen ist rund 43 Kilometer lang und bildet den ersten Teil der Hauptetappe 1 (Hann. Münden – Höxter, laut TourismusMarketing Niedersachsen 70,7 km). Links und rechts der Weser liegen Reinhardswald, Bramwald und Solling. Wer einen völlig ebenen Flussradweg erwartet, wird an einigen Stellen überrascht: Je nach Uferseite gibt es kurze Wellen und Abschnitte auf Forst- und Feldwegen. Dafür bekommst du die naturbelassenste Landschaft der gesamten Strecke.
Dazu kommen ein über 900 Jahre altes Kloster direkt am Radweg, Fähren, die allein von der Strömung angetrieben werden, und am Ende eine barocke Planstadt als Ziel. Bad Karlshafen fühlt sich nach diesem Tag wie ein Belohnungsort an.
Alles zur Startstadt findest du im Stadtguide Hann. Münden.
Weserradweg Etappe 1a auf einen Blick
| Start | Hann. Münden, Weserstein auf dem Tanzwerder |
| Ziel | Bad Karlshafen, historischer Hafen |
| Länge | ca. 43 km (Hauptetappe 1 offiziell 70,7 km) |
| Höhenmeter | flussnah gering; je nach Ufer und Track kurze Wellen oberhalb des Flusses |
| Fahrzeit | ca. 3–4 Stunden reine Fahrzeit für Genussradler |
| Belag | überwiegend Asphalt, einzelne Abschnitte auf Schotter- und Feldwegen |
| Schwierigkeit | leicht bis mittel |
| Beste Zeit | April bis Oktober, in dieser Zeit fahren auch die Fähren |
| Bahn | Hann. Münden (Start), Bodenfelde, Bad Karlshafen (Ziel) |
| Fähren | Hemeln, Gottstreu/Oedelsheim, Lippoldsberg, Wahmbeck |
Die Strecke im Überblick
Streckenverlauf Schritt für Schritt
Dein Start ist am Weserstein auf dem Tanzwerder, einer Flussinsel am Rand der Altstadt. Vom Bahnhof erreichst du ihn mit dem Rad in wenigen Minuten. Mach hier dein Startfoto, dann geht es aus der Stadt hinaus nach Norden. Die ersten Kilometer durch Hann. Münden und die Vororte sind asphaltiert und leicht zu fahren.
Bald wird das Wesertal enger, der Wald rückt bis an den Fluss heran. Über Reinhardshagen und Hemeln geht es durch kleine Ortschaften, in denen sich das Tempo des Tages von selbst verlangsamt. Bei Hemeln setzt eine Fähre nach Veckerhagen über. Spätestens hier merkst du: Das ist Weserbergland, kein flaches Tiefland. Auf manchen Abschnitten wechseln sich kurze Anstiege mit Abfahrten ab, nichts Brutales, aber auch keine reine Flachstrecke.
Nach rund 18 Kilometern erreichst du Bursfelde. Direkt am Radweg auf dem Ostufer liegt einer der großen Schätze dieser Etappe: das Kloster Bursfelde. Plane hier Zeit ein.
Weiter geht es über Gieselwerder und Oedelsheim nach Lippoldsberg, einem der ruhigsten Orte der gesamten Strecke. Das Dorf liegt in einem Talkessel zwischen Reinhardswald, Bramwald und Solling, weit weg von jeder Hauptstraße. Danach folgt Bodenfelde mit seiner kleinen Weserpromenade und einem Bahnhof, der sich als Ausstiegspunkt für Tagestouren anbietet.
Hinter Bodenfelde fährst du durch Wahmbeck, dann öffnet sich das Tal, und du rollst nach Bad Karlshafen, dessen weiße Barockfassaden plötzlich aus dem Grün auftauchen wie eine Postkarte aus dem 18. Jahrhundert.
Die Orte in Fahrtrichtung:
- Hann. Münden: Start am Zusammenfluss von Werra und Fulda
- Reinhardshagen
- Hemeln: Fähre nach Veckerhagen
- Bursfelde: ehemaliges Benediktinerkloster am Ostufer
- Gieselwerder und Oedelsheim: Fähre zwischen Gottstreu und Oedelsheim
- Lippoldsberg: romanische Klosterkirche, Talkessel zwischen drei Waldgebieten
- Bodenfelde: Bahnhof an der Sollingbahn
- Wahmbeck: Gierseilfähre
- Bad Karlshafen: Ziel der Etappe
Wegbeschaffenheit und Belag
Der größte Teil der Strecke ist asphaltiert. Dazwischen liegen Feldwege, Forststraßen und Schotterabschnitte. Nach Regen können einzelne Passagen zwischen Hemeln und Bodenfelde matschig werden. Mit einem Tourenrad und Reifen ab etwa 35 Millimetern Breite ist das kein Problem, mit schmalen Rennradreifen dagegen unangenehm.
Nicht überall gibt es einen eigenen Radweg. Teilweise führt die Route über ruhige Nebenstraßen und Wirtschaftswege. Diese Abschnitte sind verkehrsarm, aber du solltest darauf vorbereitet sein. Der Radweg ist auf beiden Ufern ausgeschildert. Welche Seite du wählst, entscheidet mit darüber, wie viele Wellen du fährst.
Höhenprofil
Die offizielle Route folgt dem Fluss und hat deshalb keine langen Anstiege. Je nach Uferwahl, Abstecher und GPS-Track kommen trotzdem einige Höhenmeter zusammen, weil der Weg stellenweise über Hänge oberhalb der Weser führt. Die Wellen verteilen sich über die Strecke. Es gibt keine extreme Kletterei, aber Einsteiger spüren die Summe nach 30 Kilometern in den Beinen.
Für E-Biker: Der Akku reicht für diesen Abschnitt problemlos. Der Verbrauch liegt durch das Auf und Ab etwas höher als auf den flachen Etappen im Norden.
Die Highlights der Etappe
Der Weserstein: das Startgefühl schlechthin
Bevor du aufs Rad steigst, solltest du hier stehen. Der Weserstein steht auf dem Tanzwerder unter einer großen Kastanie. Gestiftet hat ihn der Mündener Unternehmer Carl Natermann mit seinem Sohn. Die Inschrift ist auf den 31. Juli 1899 datiert:
Wo Werra sich und Fulda küssen,
sie ihre Namen büßen müssen.
Und hier entsteht durch diesen Kuss
deutsch bis zum Meer der Weserfluss.
Wenige Meter daneben steht ein zweiter Weserstein mit einer Inschrift des Künstlers Nedko Solakov. Er kam im Jahr 2000 als Projekt der EXPO 2000 dazu und spielt mit dem berühmten Vers.
Der Stein ist frei und rund um die Uhr zugänglich. Fahr hin, mach das Foto, lies den Vers, dann geht es los. Einen Umweg bedeutet das nicht, denn hier beginnt die Route.
Kloster Bursfelde: Romanik direkt am Radweg
Etwa 18 Kilometer nördlich von Hann. Münden liegt Bursfelde an der Mündung der Nieme, am Fuß des Bramwalds. Die Grafen von Northeim gründeten hier 1093 ein Benediktinerkloster. Die ersten Mönche kamen aus Corvey, dem heutigen UNESCO-Welterbe bei Höxter, an dem du in Etappe 2a vorbeikommst. Im 15. Jahrhundert ging von Bursfelde eine Reformbewegung aus, die als Bursfelder Kongregation zahlreiche Benediktinerklöster erfasste.
Die Klosterkirche St. Thomas und Nikolaus besteht aus einer West- und einer Ostkirche. Das romanische Langhaus ist der am vollständigsten erhaltene Teil der Anlage, die beiden Türme kamen im 19. Jahrhundert dazu. Im Innenraum sind mittelalterliche Wandmalereien erhalten. Heute ist das Kloster ein Geistliches Zentrum mit Tagungs- und Gästebetrieb. Auch die Brüder Grimm verbrachten hier Ferientage.
- Lage: direkt am Radweg auf dem Ostufer
- Eintritt: Die Kirche ist in der Regel tagsüber geöffnet und frei zugänglich. Öffnungszeiten vor Ort prüfen.
- Tipp: Wer auf dem Westufer unterwegs ist, wechselt am besten mit der Fähre bei Hemeln die Seite.
Das ist der Stopp, an dem viele Radfahrer achtlos vorbeifahren, weil die Kirche von außen wie einer von vielen alten Kirchenbauten aussieht. Geh hinein. Mit etwas Glück hast du den Raum fast für dich allein.
Die Fähren: ein lebendiges Stück Geschichte
Zwischen Hann. Münden und Bad Karlshafen setzen gleich mehrere kleine Fähren über die Weser: Hemeln–Veckerhagen, Gottstreu–Oedelsheim, Lippoldsberg und Wahmbeck. In Wahmbeck fährt eine klassische Gierseilfähre.
Das Prinzip ist Jahrhunderte alt: Ein Seil hält die Fähre in der Strömung. Der Fährmann stellt das Boot schräg zum Wasser, und die Weser schiebt es von selbst ans andere Ufer, ganz ohne Motor. Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten, ist aber eines der schönsten Erlebnisse auf dem ganzen Radweg.
Du musst nicht jede Fähre nehmen, aber mindestens eine Überfahrt gehört zu dieser Etappe. Besonders beliebt ist die Fähre bei Hemeln.
- Betriebszeiten: in der Regel in der Saison von etwa April bis Oktober, abhängig von Wasserstand und Wetter
- Preis: meist ein kleiner Betrag für Person und Fahrrad, zahlbar beim Fährmann (Stand vor Ort prüfen)
- Tipp: Plane etwas Wartezeit ein, gerade an Wochenenden mit vielen Radgruppen.
Mehr zu allen Fähren entlang der Strecke steht im Ratgeber Weserfähren.
Lippoldsberg
Lippoldsberg liegt in einem Talkessel, umgeben von Reinhardswald, Bramwald und dem Naturpark Solling-Vogler. Im 11. Jahrhundert entstand hier ein Benediktinerinnenkloster, dessen romanische Klosterkirche erhalten ist. Der Ort ist ein guter Platz für eine Pause, bevor es über Bodenfelde und Wahmbeck weitergeht.
Bad Karlshafen: die Barockstadt als Etappenziel
Nach dem Wald- und Flusstal wirkt Bad Karlshafen wie ein kleiner Kulturschock, im besten Sinn. Landgraf Karl von Hessen-Kassel gründete die Stadt 1699 unter dem Namen Sieburg als Zufluchtsort für Glaubensflüchtlinge aus Frankreich, die Hugenotten. Sie brachten handwerkliches Können mit. 1710 erhielt der Ort Stadtrechte, 1715 wurde er in Karlshafen umbenannt.
Das Stadtbild ist einzigartig: weiß verputzte Barockfassaden, ein Hafenbecken im Zentrum und Straßen nach einem regelmäßigen Grundriss. Der Hafen entstand Anfang des 18. Jahrhunderts als Teil des Landgraf-Carl-Kanals, der nie vollendet wurde. Seit Mai 2019 ist das Becken wieder als Marina in Betrieb. Direkt daneben steht das Rathaus, das von 1715 bis 1718 ursprünglich als Pack- und Lagerhaus gebaut wurde.
Das Deutsche Hugenotten-Museum ist das kulturelle Herzstück. Es befindet sich in einer ehemaligen Tabakfabrik am Hafen und erzählt die Geschichte der Hugenotten in Deutschland.
- Adresse: Hafenplatz 9a, 34385 Bad Karlshafen
- Öffnungszeiten: saisonal unterschiedlich, in der Radsaison in der Regel dienstags bis sonntags (Stand prüfen)
- Eintritt: wenige Euro für Erwachsene (Stand prüfen)
- Lage: direkt am Hafen, wenige Meter vom Radweg
Wer nach der Etappe entspannen möchte, findet in der Weser-Therme (Kurpromenade 1) ein Thermalbad. Die Sole wurde 1730 von dem hugenottischen Apotheker Jacques Galland entdeckt.
Mehr zur Stadt steht im Stadtguide Bad Karlshafen.
Einkehren und Verpflegung auf der Strecke
Biergarten an der Fähre Hemeln
An der Fähre in Hemeln, nach rund 17 Kilometern, liegt ein kleiner Biergarten, den viele Radfahrer seit Jahren kennen. Keine große Karte, kein gehobener Restaurantbetrieb, aber kühle Getränke, einfache Snacks und der Blick aufs Wasser, über das die Fähre hin- und herpendelt. Nach den ersten Kilometern ist das genau die richtige Pause.
- Preisniveau: günstig
- Lage: direkt am Radweg an der Fähre
- Hinweis: Öffnungszeiten sind saisonal und wetterabhängig. Unter der Woche kann der Biergarten geschlossen sein.
Café Ambiente in Bodenfelde
In Bodenfelde, nach etwa 29 Kilometern, liegt das Café Ambiente in einem historischen Fachwerkhaus. Auf der Karte stehen regionale Gerichte, hausgemachte Kuchen und Torten sowie kalte Getränke. Es ist die etwas gemütlichere Pausenoption, wenn dir Hemeln für die Mittagspause noch zu früh war.
- Adresse: Bleekstraße 23, 37194 Bodenfelde
- Öffnungszeiten: saisonal unterschiedlich, vorab auf der Website des Cafés prüfen
- Preisniveau: mittel
- Lage: wenige hundert Meter vom Radweg
Versorgung unterwegs
Zwischen Hann. Münden und Bad Karlshafen liegt keine größere Stadt direkt am Radweg. Das Weserbergland ist hier kleinteilig und ländlich. In Bursfelde gibt es keinen Laden. In Bodenfelde findest du Einkaufsmöglichkeiten. Kauf deinen Proviant am besten in Hann. Münden, wo morgens Bäckereien geöffnet haben.
Trinkwasser: Füll deine Flaschen in Hann. Münden auf. Unterwegs kannst du in Cafés und Gaststätten fragen. In Bad Karlshafen gibt es überall Möglichkeiten.
Wichtig: Zwischen Hemeln und Bodenfelde liegen gut zehn Kilometer ohne verlässliche Einkehr. Fahr nicht hungrig los.
Übernachten am Ende der Etappe
In Bad Karlshafen
Günstig: Rund um den Hafen und an der Weser gibt es Pensionen mit Fahrradabstellraum. Eine von Radfahrern oft genannte Adresse ist die Pension Weserblick mit Blick auf den Fluss. Preise und Verfügbarkeit prüfst du am besten direkt beim Haus.
Mittelklasse: Mehrere Hotels liegen direkt am historischen Hafen. Frag bei der Buchung nach einem abschließbaren Raum für die Räder.
Komfort: Wer nach dem ersten Tag eine Belohnung will, verbindet die Übernachtung mit einem Besuch der Weser-Therme.
Camping: Am Weserufer in Bad Karlshafen gibt es einen Campingplatz, für Radreisende mit Zelt die günstigste Option.
In der Hauptsaison von Mai bis September solltest du früh buchen, vor allem am Wochenende. Eine Übersicht steht im Stadtguide Bad Karlshafen und im Ratgeber Unterkünfte am Weserradweg.
Praktische Infos für Radfahrer
Fahrradwerkstatt und Pannenhilfe
Direkt am Radweg zwischen den beiden Städten gibt es keine Fahrradwerkstatt. In der Innenstadt von Hann. Münden findest du Fahrradläden. In Bad Karlshafen kannst du in der Tourist-Information nach Reparaturmöglichkeiten fragen. Flickzeug, Ersatzschlauch und Minipumpe gehören auf dieser Etappe unbedingt ins Gepäck. Tipps dazu stehen im Ratgeber Pannenhilfe.
E-Bike laden
Unterwegs gibt es kaum verlässliche öffentliche Ladepunkte. Lade den Akku vor dem Start vollständig auf. Für die Nacht in Bad Karlshafen fragst du in der Unterkunft nach einer Steckdose; viele Häuser an der Route sind darauf eingestellt. Wer mit einem kleinen Akku unterwegs ist, sollte das Auf und Ab einkalkulieren. Mehr dazu im Ratgeber E-Bike laden.
Mit der Bahn an- und abreisen
- Hann. Münden: Regionalverbindungen nach Kassel und Göttingen, beide mit Fernverkehrsanschluss.
- Bodenfelde und Bad Karlshafen: Beide liegen an der Sollingbahn zwischen Northeim und Ottbergen. Von hier kommst du Richtung Göttingen beziehungsweise Paderborn zurück.
Damit kannst du die Etappe auch als Tagestour fahren und mit dem Zug zum Ausgangspunkt zurückkehren. Fahrradplätze im Regionalverkehr sind begrenzt, plane in der Saison etwas Puffer ein. Details stehen im Ratgeber Weserradweg mit der Bahn.
Weserfähren auf dieser Etappe
| Fähre | Lage | Saison |
|---|---|---|
| Hemeln – Veckerhagen | nach ca. 17 km | etwa April bis Oktober |
| Gottstreu – Oedelsheim | nach ca. 22 km | etwa April bis Oktober |
| Lippoldsberg | nach ca. 27 km | etwa April bis Oktober |
| Wahmbeck (Gierseilfähre) | nach ca. 34 km | etwa April bis Oktober |
Gebucht wird nicht. Du fährst einfach hin und wartest auf den Fährmann. Betriebszeiten und Preise können sich je nach Wasserstand und Saison ändern.
Schwierigkeitsgrad und Eignung
Bewertung: leicht bis mittel
Der Abschnitt ist nicht wegen steiler Rampen anspruchsvoller als der Rest der Route, sondern wegen der Kombination aus kurzen Wellen und teils unbefestigten Wegen.
Geeignet für:
- Freizeitradler mit etwas Erfahrung
- E-Biker
- Familien mit Kindern, die schon sicher und ausdauernd fahren, bei gutem Wetter
- Einsteiger, wenn sie etwas mehr Zeit einplanen
- Weniger geeignet: Rennräder mit sehr schmalen Reifen wegen der Schotterabschnitte
Stellen, auf die du achten solltest:
- Schotterpassagen zwischen Hemeln und Bodenfelde, nach Regen matschig
- kurze, steilere Rampen auf einzelnen Abschnitten oberhalb des Flusses
- Abschnitte auf Nebenstraßen ohne eigenen Radweg
Bei schlechtem Wetter: Matschige Waldwege werden schnell zur Herausforderung. Ohne Schutzbleche kommst du nach einer Regenfahrt sehr schmutzig an. Bei angesagtem Dauerregen lohnt es sich, einen Tag zu warten oder die Etappe in Bodenfelde zu beenden.
Unsere Tipps
Starte früh und plane Zeit für Bursfelde ein. Das Kloster ist der Höhepunkt dieser Etappe. Geh in die Kirche, schau dir den Raum in Ruhe an und gönn dir eine Pause an der Nieme.
Nimm mindestens eine Fähre. Es muss nicht Hemeln sein, auch wenn der Biergarten dort lockt. Lautlos über einen Fluss zu gleiten, nur mit der Kraft des Wassers, ist ein Moment, den du auf dem Weserradweg nicht oft erlebst.
Lass Bad Karlshafen auf dich wirken. Viele Radfahrer rollen durch die Barockstadt und suchen sofort ihre Unterkunft. Mach es andersherum: Pack die Räder ab und lauf am Abend um das Hafenbecken. Diese Stimmung findest du an keinem anderen Ort am Weserradweg.
Denk an den Proviant. Kauf dein Mittagessen in Hann. Münden. Zwischen Hemeln und Bodenfelde gibt es keine sichere Einkehr, unter der Woche schon gar nicht.
Häufige Fragen zur Weserradweg Etappe 1a
Wie lang ist die erste Etappe des Weserradwegs? Von Hann. Münden bis Bad Karlshafen sind es rund 43 Kilometer. Je nach Uferwahl, Fähren und Abstechern zeigen GPS-Tracks auch etwas mehr. Bis Höxter, dem Ende der Hauptetappe 1, sind es laut TourismusMarketing Niedersachsen 70,7 Kilometer. Plane für den Abschnitt inklusive Pausen fünf bis sechs Stunden ein.
Ist die erste Etappe schwer? Sie ist etwas welliger als die Etappen im Norden und hat einzelne unbefestigte Abschnitte. Für trainierte Radfahrer ist sie leicht, für Untrainierte kann sie anstrengend werden. E-Biker sind im Vorteil.
Wo genau beginnt der Weserradweg? Am Weserstein auf dem Tanzwerder in Hann. Münden, wo Werra und Fulda zur Weser zusammenfließen. Der Stein ist frei zugänglich.
Auf welcher Weserseite fahre ich am besten? Beide Ufer sind befahrbar. Das Ostufer führt direkt an Kloster Bursfelde vorbei. Mit den Fähren kannst du unterwegs wechseln.
Wo kann ich unterwegs mein E-Bike laden? Verlässliche öffentliche Ladepunkte gibt es unterwegs kaum. Starte mit vollem Akku und lade über Nacht in deiner Unterkunft.
Kann ich die Etappe als Tagestour fahren? Ja. Hann. Münden, Bodenfelde und Bad Karlshafen haben einen Bahnhof. Du kannst morgens starten und abends mit dem Zug zurückfahren.
Wie weit ist es bis zur nächsten größeren Stadt? Von Bad Karlshafen sind es noch rund 28 Kilometer bis Höxter. Hameln erreichst du von Hann. Münden aus nach gut 140 Kilometern.
Weiterfahrt
➡️ Etappe 1b: Bad Karlshafen – Höxter (28 km): Die zweite Hälfte der Hauptetappe 1 führt über Herstelle, Beverungen und Wehrden zur Fachwerkstadt Höxter, kurz vor dem UNESCO-Welterbe Corvey.
Weiterlesen
Alle Angaben zu Öffnungszeiten, Fährzeiten und Preisen ohne Gewähr. Bitte vor der Tour prüfen, vor allem die Betriebszeiten der Fähren, die sich je nach Wasserstand und Wetter ändern.
Quellen
- Niedersachsen Tourism: Weserstein, Hann. Münden (Weserstein)
- Wikivoyage: Kloster Bursfelde; Bad Karlshafen (Bad Karlshafen, Kloster Bursfelde)
- Teutoburger Wald Tourismus und TourismusMarketing Niedersachsen: Weser-Radweg, 1. Etappe Hann. Münden – Höxter (70,7 km) (Teutoburger Wald: Hann. Münden – Höxter, Etappe 1)
